Schadenmeldung

Leitungsortung mit einem magnetfeldsender Molch

Die Leitungsortung mit einem magnetfeldsender-bestückten Molch wird für nicht-metallische Leitungen über 300m Länge eingesetzt.

Der Molch mit installiertem Magnetfeldsender wird in das offene Rohr eingeführt. Hierzu muss die Leitung am Beginn der Trasse freigelegt und außer Betrieb genommen werden. Ein etwa 1m langes Rohrstück wird entnommen. Durch zwei T-Stücke und einen Feuerwehrschlauch wird die Leitung wieder verbunden. Die zwei T-Stücke bzw. die Rohrenden werden gegeneinander abgestützt. Der Molch wird mit Wasserdruck durch die Leitung gedrückt.

Er wird mit einem Seil geführt und nach der Ortung zurückgezogen oder am Ende der Leitung entnommen. Die Stärke des Magnetfeldes kann an der Oberfläche mit einem Empfänger gemessen und so die Lage der Leitung bestimmt werden. Nach der Ortung wird das fehlende Rohrstück wieder eingefügt.
Die Reichweite wird durch Verengungen im Rohr begrenzt. Der längste Leitungsabschnitt, den wir bisher mit diesem Verfahren geortet haben, ist 6 km lang.

Vorteile der Leitungsortung mit einem magnetfeldsender-bestückten Molch

  • die Reichweite wird nur durch Verengungen oder T-Stücke quer zur Fließrichtung begrenzt
  • hohe Genauigkeit (Abweichung bei einer 1,50 m tiefen Leitung +/- 0,30 m)
  • Tiefenbestimmung ist möglich, wenn nicht andere Leitungen über der zu ortenden Leitung liegen

Nachteile der Leitungsortung mit einem magnetfeldsender-bestückten Molch

  • kostenintensiv
  • Baumaßnahmen sind erforderlich
  • die Leitung muss vorübergehend außer Betrieb genommen werden